Hungerturm und Himmelsgarten im Düsseltal

Der Hungerturm und der Himmelsgarten

Duesseltal_Hungerturm
um 1910, Düsseltal, Hungerturm, (Landesbildstelle), Quelle: Stadtarchiv Düsseldorf
Düsseldorf, Düsseltal, Hungerturm
Düsseldorf, Düsseltal, Hungerturm

Kennt Ihr den Hungerturm oder das Hungertürmchen im Düsseltal? Das ist ein alter Turm an der Sohnstraße/Ecke Max-Planck-Straße. Der Hungerturm ist der letzte, denkmalgeschützte Rest der Abtei „Düsselthal“, die im 18. Jahrhundert von den Zisterziensern an der Graf-Recke-Straße gegründet wurde. Die Zisterzienser erhielten die beiden Höfe, die in dieser Gegend lagen (Spekkerhöfe) 1707 als Geschenk von Jan Wellem. Darum wurden die Mönche wohl auch lange Spekkermönche genannt.

 

Die „Rettungsanstalt Düsselthal“ für Waisenkinder

Im Jahre 1822, einige Zeit nach der Säkularisation (1803), gründete Graf Adelbert von der Recke-Volmerstein hier die Rettungsanstalt Düsselthal für Waisenkinder. Die nachträglichen Verzierungen in drei der vier Fensternischen – Bronzereliefs – am Hungertürmchen sind auf ca. 1990 zu datieren. Der Bildhauer hieß Ottmar Hollmann.

Himmelsgarten Düsseltal
Panorama Himmelsgarten Düsseltal

Als kleine Anekdote hierzu konnte ich auf Wikipedia folgendes finden: „Die Rettungsanstalt soll durch den Verkauf von an der Düssel gebrautem „echt Kölnisch Wasser“ mitfinanziert worden sein. Rosenknospen und der Spruch „Für Gott und die Waisen“ zierten die Etiketten der Duftwasserfläschchen aus Düsseltal.“  (Quelle: Wikipedia) Ich konnte das leider so nicht mehr nachvollziehen. Wikipedia bezog sich auf eine Seite des Stadtmuseums, die aber nicht mehr online ist. Das mag daran liegen das die www.duesseldorf.de Seite umgebaut wurde, aber vielleicht wurde die Info vom Stadtmuseum aber auch gelöscht. Lustig wäre es aber, wenn man die Köln-Düsseldorf Beziehungen betrachtet. Echt kölnisch Wasser aus Düsseldorf?! 😉

Woher kommt der Name der Graf-Recke-Straße?

Graf Adelbert von der Recke-Volmerstein gründete 1822 die Rettungsanstalt Düsselthal für Waisenkinder als eine der ersten Anstalten dieser Art in den Räumlichkeiten des Klosters Düsseltal. Infolgedessen benannte man die Straße an der die Rettungsanstalt lag „Graf-Recke-Straße“. Die einzigen Hinterlassenschaften des Klosters nach 2 Weltkriegen und der baulichen Gestaltung des Düsseltals in jüngerer Zeit sind das Hungertürmchen und der Himmelsgarten (Düsseldorfs ältester und kleinster Friedhof).

Hier noch ein altes Bild von der Abtei Düsselthal:

Düsseldorf, Kloster Düsselthal mit dem im Jahre 1716 erbauten Tor und den seitlichen Befestigungsbauten
Quelle: von Unbekannt (AIV, D’dorf u. seine Bauten, D’dorf 1904.), via Wikimedia Commons

Linkliste:

1. Denkmalgeschützte Gebäude in Düsseltal

2. Ein Gang durch die Geschichte der Graf-Recke-Stiftung.

3. Denkmalbehörde Landeshauptstadt Düsseldorf.

Hungerturm und Himmelsgarten im Düsseltal
Markiert in:                 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.