Rettet die Gaslaterne im Düsseltal

Das Thema Gaslaternen in Düsseldorf

Die Rettung der Gaslaternen ist schon seit einiger Zeit in den Medien präsent. Aufgrund dessen habe ich mir mal angeschaut wo es in Düsseltal noch die Gaslaternen gibt. Abschließend habe ich herausgefunden das es in unserem schönen Stadtteil noch eine ganze Menge der alten mit Gas beleuchteten Laternen gibt. Auf dem Geoportal der Stadt Düsseldorf gibt es eine Karte von Düsseldorf mit den genauen Standorten der verschiedenen Gaslaternen. Diese Gaslaternen sind in Gefahr!

Gaslaterne Modell Düsseldorf im Düsseltal auf der Faunastraße
Gaslaterne Modell Düsseldorf im Düsseltal auf der Faunastraße (c) www.duesseltal.online

Es gibt nicht nur einfach eine Gaslaterne

Rund ein Drittel der öffentlichen Beleuchtung in Düsseldorf besteht noch aus Gaslaternen. In Deutschland liegt Düsseldorf hinter Berlin an Platz 2 was die Anzahl der Gaslaternen betrifft. Es gibt verschiedene Modelle bei den Gaslaternen. Das Modell Düsseldorf, das Modell Frankfurt, die Reihenleuchte, die Ansatzleuchte und die Aufsatzleuchte. Im Düsseltal gibt es hauptsächlich die Aufsatzleuchte und Ansatzleuchte, einige Reihenleuchten, ein Paar vom Modell Düsseldorf (z.B. in der Hallbergstraße, Faunastraße, Klopstockstraße, Chamisostraße, Bodinusstraße, Harleßstraße, Rembrandstraße, Peter-Janssen-Straße, Hansaplatz, Liststraße und Maybachstraße) und ganz wenig vom Modell Frankfurt (nur noch an der Pauluskirche).

Gaslaternen_DuesseldorfHier nochmal alle einzeln mit Typen Beschreibung:

Die Gaslaterne muss weg

„1999 noch wurde vom Bauausschuss der Stadt entschieden: das Gaslicht soll dauerhaft erhalten bleiben! Vorangegangen war eine intensive Diskussion, bei der am Ende von der Verwaltung eingeräumt wurde, dass Gaslaternen eine vergleichbare Effizienz haben, wie elektrische Leuchten, wenn denn die gesamten Verluste beim Strom vom Kraftwerk bis zur Birne berücksichtigt werden. Die Gesamtkosten einer Umrüstung kann nur geschätzt werden es fehlen vollständige Berechnungen. Nach Aussage von Fachleuten und Zugrundelegung von Zahlen aus vergleichbaren Städten ist eine Amortisation innerhalb der Lebensdauer einer Elektroleuchte (ca. 30 Jahre) praktisch nicht zu erreichen.

Gaslaternen haben dagegen mit über 100 Jahren eine mindestens dreifache Lebensdauer.

Trotzdem plant die Verwaltung, über 12.000 Gaslampen komplett zu entfernen und die verbleibenden gut 4.000 auf Strombetrieb umzurüsten. Das bedeutet nicht zuletzt, dass Anliegerbeiträge in erheblicher Größenordnung anfallen – in einen Pilotgebiet in Lohausen lagen diese bei 690 Euro pro Privatgrundstück.t“ (Quelle: www.duesseldorf-gaslicht.de)

 

Aktuelle Informationen und der Kampf für die Gaslaternen

Der Verein Pro Gaslicht e.V. kämpft für den Erhalt der Gaslaternen. Wer sich für ihre Arbeit und den aktuellen Stand des Kampfes interessiert findet hier bestimmt was er sucht: http://www.duesseldorf-gaslicht.de/aktuell. Sehr interessant ist auch das PDF zu einem Vortrag: http://www.duesseldorf-gaslicht.de/wp-content/uploads/gaslicht_duesseldorf_vortrag.pdf

Weiterhin kann ich den Link zu OpenPetition empfehlen. Hier werden Pro und Contra Argumente gegenübergestellt und es gibt auch einige Stellungnahmen aus dem Düsseldorfer Stadtrat. Zusätzlich habe ich noch die Pro und Contra Auflistung von Gaslicht in Berlin gefunden, die so natürlich auch für unsere Gaslaternen Anwendung findet!

Düsseldorf, Düsseltal, Pauluskirche, Gaslaterne Modell Frankfurt
Düsseldorf, Düsseltal, Gaslaterne Modell Frankfurt vor der Pauluskirche (c) www.duesseltal.online

Das Sprichwort „…sich einen auf die Lampe gießen…“

Sich ordentlich „einen auf die Lampe gießen?“ oder auf dem Nachhauseweg ordentlich „die Lampe an haben“ …das kennt doch jeder!

Den Spruch kennen wir alle, aber woher kommt der Spruch? Der Begriff geht zurück auf die Gaslaterne. Vor 1960 wurden die Gaslaternen mit sog. Stadtgas oder Leuchtgas genutzt. Dieses Gas ist feucht. Im Winter, bei kalten Temperaturen konnte es passieren das das Gas in den Rohren einfror und die Gaslaternen daraufhin ausgingen. Wer also „die Lampen anmachen musste“ musste Spiritus in ein dafür vorgesehenes Loch an der Lampe gießen, damit das Eis auftauen konnte. Spiritus = Alkohol wurde zur damaligen Zeit noch nicht unterschieden in Brennspiritus und Trinkspiritus. Damals wurde der Reparaturspiritus noch nicht künstlich ungenießbar gemacht und so wurde er wohl auch mal getrunken um sich aufzuwärmen. Frei nach der Devise: „Einen für die Lampe, einen für mich!“ 😉 (Quelle: Gaslicht in Lobberich, weitere Quelle: redensarten-index.de). Es gibt auch noch andere Deutungen, aber die obige passt so schön!

Linksammlung/Quellen:

Übersicht der Gaslaternen in Düsseldorf auf dem Geoportal der Stadt Düsseldorf

http://www.duesseldorf-gaslicht.de/wp-content/uploads/gaslicht_duesseldorf_vortrag.pdf

http://www.duesseldorf-gaslicht.de/

http://www.progaslicht.de/

http://www.gaslicht-ist-berlin.de/rettet-das-berliner-gaslicht/pro-und-contra/begruendungen.html

Rettet die Gaslaterne im Düsseltal

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