Uhrenturm – Düsseltal

Der Uhrenturm im Düsseltal

Uhrenturm Düsseltal
Alter Uhrenturm des früheren Haniel & Lueg Werkes (Denkmal erbaut 1875), vor der Arbeitsagentur an der Grafenberger Allee

Bis zum 20. Jahrhundert war der Bereich zwischen Gerresheim und dem ursprünglichen Düsseldorf dünn besiedelt. Während der Industrialisierung entstand im Düsseltal erst die Gutehoffnungshütte und daraus dann 1872 die Maschinenbaufirma „Haniel & Lueg“. Der ehemalige Uhrenturm der Maschinenbaufirma „Haniel und Lueg“ steht an der Grafenberger Allee direkt bei der Arbeitsagentur.

 

Bedeutung damals und Nutzung heute

Uhrenturm DüsseltalUhrenturm DüsseltalDer Uhrenturm wurde 1875 erbaut. Er steht unter Denkmalschutz und erinnert an die Eisengießerei. Hier befand sich der Eingang zum Werk der Maschinenbaufirma Haniel & Lueg. Dort wo früher die Arbeiter auf das Gelände gelangten befindet sich heute das kleinste Düsseldorfer Kulturinstitut – das „Herrmann-Harry-Schmitz-Institut“ und die „Hermann-Harry-Schmitz-Societät“ im Uhrenturm.

Hier ein Foto von der Grafenberger Allee im Juli 1970. Da war der Turm schon 95 Jahre alt und es gab es die Arbeitsagentur noch nicht:

Grafenberger Allee_Uhrenturm
Düsseldorf, Düsseltal, Grafenberger Allee, Uhrenturm Juli 1970 Fotograf: Willy Küpper, Quelle Stadtarchiv Düsseldorf

Wer war Herrmann Harry Schmitz?

Uhrenturm Düsseltal
Alter Uhrenturm des früheren Haniel & Lueg Werkes (Denkmal erbaut 1875)

Warum widmet sich dieses Kulturinstitut einem Herrmann Harry Schmitz? Herrmann Harry Schmitz hieß eigentlich Herrmann Schmitz (1880-1913). Er legte sich erst später den zweiten Vornamen „Harry“ zu. Dies hing mit seiner Verehrung Heinrich Heines zusammen, der vor seiner Taufe eigentlich Harry Heine hieß. Herrmann Harry Schmitz war ein über die Grenzen Düsseldorfs hinaus bekannter Satiriker, der groteske Geschichten erzählte oder über sie schrieb.

„Seine Protagonisten mit ihren sinnentleerten Genüssen, ihrem Technikfetischismus, Statusproblemen, aber auch Fluchtbewegungen, wie Reise Wut oder falschverstandenem Naturkult enden zumeist tödlich.“ (Quelle: Wikipedia)

Er wurde einer der beliebtesten Alleinunterhalter der Düsseldorfer Gesellschaft, woraufhin auch verschiedene Verlage seine Geschichten als Buch herausbrachten. Herrmann Harry Schmitz war schon als Kind an Tuberkulose erkrankt. Nachdem er trotz zahlreicher Aufenthalte in Sanatorien ohne Aussicht auf Heilung blieb, erschoss er sich im Alter von 33 Jahren selbst.

Linksammlung/Quellen:

Wikipedia: Hermann_Harry_Schmitz

http://hermannharryschmitz.de/

Denkmal Suchen – Denkmalliste

Artikel Lokalkompass.de

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